13. März 2011 von Gegengeraden-Gerd
Meine Omi hätte sich gefreut. Die sagte immer gern: „Siehst Du? Der liebe Gott sorgt schon dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.“ Was ich ja noch nie so richtig logisch gefunden habe.
Denn was ist bitte so schlecht an Bäumen im Himmel? Spenden Schatten, rauschen beruhigend, sehen schön aus und laden zum entspannten Klettern ein. Wobei das wohl Teil des Problems ist, wenn ich darüber nachdenke: Wahrscheinlich hat Gott einfach keine Lust auf die ganzen Himmelstouristen, die in einer Tour die zu hoch gewachsenen Bäume raufgekraxelt kämen, um kurz mal vor seinem Bürofenster zu winken.
Der ist bestimmt schon genervt genug von der Derbysiegerparty auf Wolke 7 nebenan. So richtig zu Ende ist die ja noch nicht, jedenfalls nicht in meinem Kopf.
Aber hätte man das Baumproblem nicht irgendwie anders lösen können als per Dortmund-Hannover-Nürnberg-Dreifachpackung? Das war ja die reinste Entwaldungsmaßnahme zusammengenommen. Samt Last-Minute-Blues, denn meine Herren: Ein Pünktchen gegen Hannover hätte schon nicht zu übermäßiger Euphorie geführt.
Und eine einfache Auswärtsniederlage in Franken hätte den Baumbestand auch hinreichend flach gehalten. Muss es denn gleich apokalyptisch werden? „Und es wird sein ein Platz in Sonne gebadet, und ein Heer roter Reiter wird kommen, zu baden das Netz eures Tores im Hagel der Gegentore.“ So oder ähnlich hätt ich mir ne kleine Warnung gewünscht. Früher hat das doch auch geklappt!
Vielleicht kann man so was in Zukunft ja mal im Rundfunk bringen, neben den Verkehrsnachrichten: „Es folgt eine fußballerische Unwetterwarnung: Aufgrund eines Sturm- und Abwehrtiefs über dem Frankenstadion ist mit einer Torspringflut in der ersten Spielhälfte zu rechnen. Wir empfehlen das Aufsuchen von tiefergelegten Standpunkten mit möglichst eingeschränkter Sicht.“ Fänd ich praktisch.
Aber eines jetzt wohl klar: Die Bäume sind jetzt wieder dermaßen kurz, dass selbst meine Omi nichts mehr einzuwenden hätte. Zeit, wieder aufzuforsten. So lasst uns denn ein Dreipunktebäumchen pflanzen …
29. Januar 2011 von Gegengeraden-Gerd
Hobbys sind ja was Schönes. Der eine häkelt Topflappen, der andere schnitzt Heldenbüsten aus Champagnerkorken. Ich baue Vergleiche. Ein herrliches Vergnügen auf Auswärts-Rückfahrten.
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18. Dezember 2010 von Gegengeraden-Gerd
Psychologisch, ne? Nix anderes als ein komplizierteres Wort für schwierig. Alles hochpsychologisch heutzutage: Fahrkartenautomaten. Fernbedienungen. Fußball. Fürs innere Weltklima eine einzige Katastrophe.
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28. November 2010 von Gegengeraden-Gerd
Die hängen tatsächlich das Tor zu in Bremen. Allerdings nur in der Halbzeit. Von wegen Werbung und so. Die bringen da so ne dicke rote Plane zwischen den Pfosten an, die keinen Ball durchlässt. Höchstens so torwandmäßig durch zwei Löcher. Wogegen ja nix einzuwenden ist, jedem Tierchen sein Pläsierchen.
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13. November 2010 von Gegengeraden-Gerd
„Es war einmal“ soll das diesmal anfangen hier, stimm’ts? Von wegen Märchenheft und so. OK, könnt ihr haben: Es war einmal ein Spielkritikerlein in der Gegengerade, dem explodierte schon vor Spielbeginn der Hals. Nachdem der Kragen längst geplatzt war. Aber nicht wegen der Mannschaft. Sondern weil Spielkritikerlein was gegen psychologische Kriegsführung hatte. Könnt gern auch [...]
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5. November 2010 von Gegengeraden-Gerd
Da war ganz klar Eisen im Spiel, Leute. Das ist mein voller Ernst. Ich hätt’s mir ja gleich denken können: Wer Trilliarden für Spielertransfers übrig hat, dem machen die paar Fantastillionen extra für supraleitende Riesenmagnete unter der Turnhallentribüne auch nichts mehr aus.
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24. Oktober 2010 von Gegengeraden-Gerd
Es hätte die Revolution sein können: Die endgültige Einführung der Gerechtigkeit im Fußball. Ich sach nur: 1:0 für uns – in letzter Sekunde vor dem Pausenpfiff! Und dann das Siegtor kurz vor Spielende – trotz zweifach verlorener Führung! Köstlicher als der gegen Nürnberg können Heimsiege kaum sein.
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