Gerds Gabentisch
Nach sachkundiger Beratung von unabhängiger Seite hat sich Gegengeraden-Gerd davon überzeugen lassen, dass wahres Expertentum ein gewisses Maß an Bestechlichkeit voraussetzt (zu Deutsch: UMSONST? BINNICH BESCHEUERT?).
Hier legt er seine Einkünfte schonungslos offen. Soll ruhig jeder sehen, warum der Verein bald wieder am Hungertuch nagt … Bisher erhielt Gerd für seine Dienste in der VIVA ST. PAULI:
- 1 Original-Videoband mit Marcaos besten Szenen
- 1 südspanische Zimmerpalme von Carsten Pröpper
- 1 geheime Freistoßtrick-Fibel von Michél Mazingu-Dinzey
- 1 Originaltube Haargel von Markus Lotter
- 1 handsignierte Gelbe Karte von Walter Frosch
- 1 selbstgebackene Nuss-Ecke (flach) von Christian Rahn
- 1 Paar handgenähte Schlangenleder-Puschen von Franz Gerber
- 1 Präzisions-Kleiderbürste von Horst „Fussel“ Wohlers
- 1 handgelötete Felgen-Frisbee von Ralph Gunesch
- 1 Homevideo „Immer schön auf dem Teppich bleiben – Survival-Grätschen im Wohnzimmer“ von Dieter Schlindwein
- 1 handzerlesenen Nicaragua-Reiseführer von Volker Ippig
- 1 Paar braun-weiße Schwimmflügel von Holger Stanislawski
- 1 in Beton gegossenen Fußabdruck von Leo Manzi
- 1 Filmspule mit Peter „Oschi“ Osterhoffs 50 besten Treffern
- 1 verkalkten Original-Duschkopf aus den alten Umkleidekabinen
- 1 handsignierte Bananenstaude von Helmut Schulte
- 1 handaquarellierte Leinwandfassung der Abschlusstabelle 2006/2007 vom letzten Mannschafts-Kreativabend
- 1 Probekiste Astra mit Baldrian aus der Brauereiforschung
- 1 Picknickdecke mit Karomuster (einfach) von Dietmar Demuth
- 1 ledernen Beißriemen von Klaus Thomforde
- 1 astragetränktes Wumbo-Maskottchenkostüm von anno Tobak
- 1 plattgetrampelten Grashalm aus einem besonders kurzweiligen Aufstiegsspiel gegen Homburg
- 1 Original-Entspannungstape der tibetischen Nationalmannschaft vom Fifi Wild Cup 2006
- 1 bleiverkleidete Anti-Gehirnwäsche-Ballonmütze mit Vereinslogo von 1984
- 1 1988er-„Volker, hör‘ die Signale“-Shirt aus der Schatzkammer des Verfassungsschutzes
- 1 verbrannten Toast mit den Zügen des heiligen Jungmannes Stanislawski
- 1 Oberschenkel-Aufblaspumpe, Modell „Dirk Zander“
- 1 altgriechische Übersetzung der letzten zwanzig braun-weißen Fußballtragödien
- 1 Zeitlupenvideo vom 1:4 in Aachen (34. Spieltag 2002/2003 – „Gegengift“ gegen Fußball-Ästhetik, sagt Gerd)
- 1 versteinerten Fußabdruck des letzten Torschützenkönigs aus den Reihen des FC St. Pauli
- 1 braun-weiße Pille (Placebo, aber muss er ja nicht wissen) und das vage Versprechen, nie wieder auf die andere Seite der Fußball-Matrix zu müssen (also da, wo St. Pauli so spielt, wie St. Pauli in echt spielt)
- 1910 Gramm Voltigiersand vom real existierenden Ponyhof des Ex-Präsidenten Wolfgang Kreikenbohm (da war sogar mal Trainingslager, siehe Jubiläumsbuch!)
- 1 Entspannungsbad in der Familienpackung frisch abgetragenen Millerntor-Schlamms, den die VIVA ST. PAULI in ihrer zerbeulten Redaktions-Badewanne bunkert
Manche sagen, Gerd hätte lieber den Geldkoffer nehmen sollen. Das war ihm aber zu kapitalistisch.