Panzerknacker

12. November 2012 von Gegengeraden-Gerd

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=pvrvh9seBkY]

 Moin zusammen,

erst “Ein Kessel Braun-Weißes” in der Südtribüne, und dann auch noch Kochmützenparade auf dem VIVA ST. PAULI-Titel. Passt ja wie Scheiblette auf Toast, dass ich Euch diesmal aus der Küche schreibe. Nur nicht aus meiner. Aus der von Tante Kriemhild.

Tante Kriemhild sagt, ich soll endlich mein Buch fertigschreiben. Bei den Jungseniorinnen Bad Bevensen hat sie schon allen davon vorgeschwärmt. Falls das vor Weihnachten nicht mehr fertig wird: Totaler Gesichtsverlust. Was das für ihren Platz als Kapitänin der Doppelkopfmannschaft bedeuten würde, könnt ihr euch ja selbst ausrechnen.

Also hat Tante Kriemhild mich in ihrer Küche eingeschlossen, bis ich ihr das fertige Manuskript in die Hand drücke. Mal gucken, vielleicht übernimmt sie die nächste Spielkritik sogar selbst.

Das Gute daran: Immer lecker Bananenkuchen und Bienenstich. Das Blöde: Konnte am Freitag nicht persönlich in den Ballsaal und musste mich bei “Ein Kessel Braun-Weißes” von Brille vertreten lassen. Die taktische Marschrichtung für die Mannschaft konnte ich auch nur als Video durchgeben, siehe oben.

Und zum Münchenspiel natürlich auch nur Ferndiagnose. Tut schon weh, einerseits. Andererseits hat das Durchschauen per VIVA-Flimmerkiste diesmal echt Spaß gemacht. Erst recht zusammen mit der Erinnerung ans Heimspiel gegen Dresden.

Wie bei jedem Tresor gibt das auch beim Punktespeicher des Gegners nur zwei Methoden, um ihn aufzukriegen: rohe Gewalt – oder die richtige Kombination. Und in München war gleich ne ganze Serie richtiger Kombinationen dabei!

Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Die „Löwen“ ihren wohl auch nicht. Wahrscheinlich haben die nur verwischte weiße Auswärtstrikotschlieren gesehen, von wegen Geschwindigkeit und so.

Am Anfang halfen den Sechzigern noch Glück und ihr guter Torwart. Aber dann? Kopfball Ginczek, Direktabnahme Boll – 1:0! Und in der zweiten Halbzeit: Schindler, großartig zurückgelegt auf Ginczek – 2:0! Und das hätte sogar noch höher werden können. Obwohl Boller da längst verletzt draußen war (gute Besserung!).

Dresden war ja mehr so die Explosionsmethode. Nicht zuletzt dank unseres Granaten schleudernden Oberkommissars Boll. Hoffentlich kann Boller gegen Bochum wieder dabei sein.

Aber so, oder so, liebe Mannschaft: Egal, was ihr diesmal anstellt, um an die Punkte zu kommen – wollt Ihr nicht vorher in Bad Bevensen vorbeischauen und mich hier rausholen, Jungs? Ihr habt’s doch echt drauf jetzt, und ich würd Euch so gerne zuschauen!

Schönen Gruß aus der Küche,

Euer Gerd

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Veröffentlicht in FC St. Pauli

Eine Antwort

  1. ein Kessel Braun-Weisses | OSTBLOCK Sankt Pauli

    [...] des unantastbaren Gegegeraden Gerd. Der konnte leider nicht dabei sein und wurde auch per Video zugeschaltet und gab gleich mal die Taktikvorgabe für Bochum [...]

Deinen Senf dazugeben? Man zu!

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Über Gegengeraden-Gerd:

Gerhard von der Gegengerade, 55, ist seit 1910 Dauerkarten-Besitzer des FC St. Pauli.

Als leicht entflammbare Ein-Mann-Meckerecke regt er sich über das Geschehen am Millerntor und in der sonstigen Fußballwelt auf. Das Ergebnis veröffentlicht er hier und auf Twitter in wüsten Pamphleten zwischen Wahn (klar erkennbar) und Witz (möglicherweise unfreiwillig).

Nebenbei unterstützt Gerd die Stadionzeitung VIVA ST. PAULI als Fußball-Sachverständiger.