Geschäftsideen
So, 02.09.2007, 14:00: SpVgg Greuther Fürth - FC St. Pauli 2:1 (1:1)
Also nochmal die Fakten: Da ist ein Verein, der seine Fan-Artikel im Tee-Laden verkauft. Der genau so heißt wie früher FDP-Justizministerinnen („Thekla-Clarissa Greuther-Fürth“ – geht doch). Und dann trägt er auch noch seine Spiele im Playmobil-Stadion aus.
Aber passt ja irgendwie. Oder hat irgendwer schonmal ein Playmobil-Männchen gesehen, das nicht grinst? So wie ein Honigkuchenpferd? So wie ein Fan eines Vereins, der eben in letzter Sekunde ein Spiel gewonnen hat, das ihm verflixt nochmal nicht zustand?
Nee, nee – weiter weg vom Kiez als die teebedröhnten Plastik-Glückskekse aus Greuth oder so ähnlich geht’s nicht. Playmobil! Mein Entschluss steht jedenfalls fest: Ich mach ‘ne Playmo-Sammelstelle auf. Und alles, was man mir bringt, lasse ich einschmelzen. Dann gieße ich die ganze Plastikbande neu und werde steinreich. Mit der einzig wahren Spielfigurenserie vom Kiez: Painobil! Mit garantiert schmerzverzerrten Gesichtern. Und mit den passenden Berufen.
Endlich Schluss mit fröhlichen Bauarbeitern, Feuerwehrmännern und Polizisten! Statt dessen: Henker mit Äxten. Dominas mit Peitschen. Torwarte mit Bällen… Bällen, die sie schwungvoll nach vorne rollen, nach vorne rechts, dort, wo Takyi steht, und dann …
NEIN! Die Erinnerung ist wieder da! Tut mir leid, aber mein Therapeut hat mir verboten, darüber zu sprechen.
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