17 bleibt BOLL!

16. Februar 2014 von Gegengeraden-Gerd

Foto: Antje Frohmüller, www.afroh.de

Liebe Leute – wir sind alle traurig wegen Bollers bevorstehendem Karriereende. Am liebsten hätt ich Fabian Boll für immer bei uns im Kader. Aber geht leider nicht. Aber wenigstens eins können wir für Boller tun (und irgendwie auch für uns): Die 17 sollte seine Rückennummer bleiben. Für immer.

Hab da mal ne Petition aufgesetzt, und ich hoffe, wir kriegen ganz schnell 1910 Unterschriften zusammen. Oder 19.100? 19,1 Millionen?

17 BLEIBT BOLL – unterschreiben, teilen, weitersagen!

Begründung gibt’s auch eine, und zwar die:

Eine Karriere wie die von Fabian Boll hat es beim FC St. Pauli noch nicht gegeben: Von der Nordkurve in die Gegengerade. Von der Gegengerade in die Singing Area. Von der Singing Area aufs Spielfeld. Von der zweiten Mannschaft in die erste. Und von der dritten Liga bis ganz nach oben, Derbytor und Derbysiegertorvorlage inklusive.

Und ganz nebenbei noch die “Bokal”-Serie, ohne die das neue Millerntor vielleicht gar nicht oder jedenfalls jetzt noch nicht zu 3/4 fertig wäre: Burghausen. Bochum. Berlin. Bremen und Bayern. Boller war dabei. Und trug als vermutlich weltweit einziger Teilzeitpolizist im Profifußball nicht nur mit seinem Seitfallziehertor im Schneespiel gegen Bremen entscheidend zu dieser einmaligen Serie bei. Und das ist nur ein Beispiel, es gibt unzählige andere.

Dass Fabian Boll wie kaum ein anderer die Werte des FC St. Pauli verkörpert, kommt noch oben drauf: Wer “Integrationsfigur” einfacher buchstabieren möchte, kann einfach “B-O-L-L” schreiben. Er ist im ganzen Verein und quer durch die ganze Fanszene anerkannt.

Einen Fabian Boll kann es kein zweites Mal geben. Und damit sollte auch die Nummer 17 einmalig bleiben. Es sei denn, Boller geht selbst nochmal ran. Oder seine Tochter – als erste Mannschaftskapitänin der Herren-Bundesliga (bei dem Papa ist alles möglich).

Veröffentlicht in FC St. Pauli

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Über Gegengeraden-Gerd:

Gerhard von der Gegengerade, 55, ist seit 1910 Dauerkarten-Besitzer des FC St. Pauli.

Als leicht entflammbare Ein-Mann-Meckerecke regt er sich über das Geschehen am Millerntor und in der sonstigen Fußballwelt auf. Das Ergebnis veröffentlicht er hier und auf Twitter in wüsten Pamphleten zwischen Wahn (klar erkennbar) und Witz (möglicherweise unfreiwillig).

Nebenbei unterstützt Gerd die Stadionzeitung VIVA ST. PAULI als Fußball-Sachverständiger.